Literaturprojektwoche - Wir lesen im Buch der Natur - Wanderwoche

Es war wieder so weit. In der Woche vor den Herbstferien hieß es wie auch im letzten Jahr „Raus aus der Schule“. Wir hatten Wochen im Voraus geplant und vorbereitet. Unser Ziel war es, eine Woche draußen, mit und ohne Zelt, von 0-24 Uhr an der Luft. Beschränkt auf die wesentlichsten Dinge, Essen (mit Zubereitung) und Schlafen (mit Vorbereitung). Unser Lager sollte in der Sächsischen Schweiz aufgeschlagen werden. Koch- und Schlafutensilien lagen in der Schule zum Transport bereit, die Verpflegung war im Biomarkt bestellt. Mit Gepäck für eine Woche im Freien trafen wir uns am Montag kurz nach acht auf dem Hauptbahnhof und los ging es ins Abenteuer.

Um 11 Uhr stiegen wir in Rathen bei Regen aus dem Zug und der erste größere Anmarsch mit Gepäck war schon für den Einen oder Anderen die erste Herausforderung. Alle gut gegen die Nässe von oben gerüstet erreichten wir unseren Lagerplatz. Der Transport war auch schon da und gleich ging es ans Aufbauen unseres kleinen Zeltdorfes. Und so reihte sich in dieser wunderschönen Woche, in der auch das Wetter von Tag zu Tag besser wurde, eine größere oder kleinere Herausforderung an die andere. Hier eine kleine Zusammenfassung:

 

  • Jede Besprechung/Absprache zum Tagesablauf, Planung, Dienste, Kochgruppe, Feuergruppe…. fand im Freien, an der Feuerstelle oder der Frühstückstafel, beim Picknick im Wald, an oder auf dem Fels, in der Boofe oder beim Sonnenauf- oder untergang statt.
  • Jede Mahlzeit fand im Freien statt und musste vorbereitet werden. Wir hatten einen Küchenbereich unter einer Plane, wo alle Nahrungsmittel gut getrennt und sicher vor Fressfeinden immer wieder gut verstaut und geschützt werden mussten – ohne Kühlschrank.
  • Alles wurde ohne elektronische Hilfsmittel zubereitet und geschnitten: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Zwiebeln, Wurst, Käse, Brot, Suppen, Nudeln, Soße, ein ganzes Huhn und vieles mehr.
  • Für unseren Frischkornbrei am Morgen und das Fladenbrot am Abend wurde Getreide selbst gemahlen.
  • Für unser Koch- und Lagerfeuer musste Holz organisiert werden. Danke an Papa Hobler der einen Bauer im Ort gefunden hat, dessen Altholz wir „plündern“ durften. Dazu ist die ganze Gruppe (25 Personen) zwei Mal mit ihren Händen voll Äste, Zaunlatten und Holzklötze durch den halben Ort zum Lager - „Feuerholz für eine Woche“.
  • Das Holz wurde dann noch „brennfertig“ gesägt, gehackt und gespalten, damit es für uns unterm Kochkessel, die selbst geschnitzten Wurstspießstöcken, die Feuerkartoffeln und das Fladenbrot seinen Dienst tat oder uns nur Licht und Wärme schenkte.
  • Auch das Feuer wurde natürlich auf herkömmliche Weise entfacht: mit Spänen, Glutnest und Feuerstahl.
  • Es wurde frischer Tee und Kaffee über dem Gaskocher gekocht.
  • Zum Picknick unterwegs wurden Mengen an frischem Brot, leckeren Aufstrichen, Speckfett, Obst, Gemüse und Zwiebeln vertilgt, es wurde Wasser, Kocher und Topf mitgenommen, um auch unterwegs eine leckere Brühe zu schlürfen.
  • Für unsere Hühnersuppe mit Reis haben wir einen frisch geschlachteten Hahn gerupft und ausgenommen - Biologieunterricht wie es anschaulicher kaum geht.
  • Wir haben eine Nacht im Freien am Fels übernachtet – gebooft. Dieses intensive Erlebnis wurde mit einer Nachtwanderung zur Schlafstelle am Fels und einer Stilleübung im Wald vorbereitet - ohne Licht und in völliger Ruhe (wir saßen im Dunkeln im Abstand von mindestens 5m zueinander). So wurde aus Ängsten Respekt und für Viele sogar eine wunderschöne neue Erfahrung mit der Dunkelheit und dem traumhaften Erlebnis den nächsten Morgen nach einem kurzen Aufstieg auf den Rauenstein den Sonnenaufgang zu erleben.
  • Die Zeit zwischen all diesen „Aktivitäten“ verbrachten wir mit Wandern und Spielen im Wald, an, unter und auf dem Fels, auf der Wiese, am Feuer. Mit Lachen, Freude, uns und andere neu oder anders kennenzulernen, mit vielen lustigen aber auch ernsten Gesprächen und viel Zeit die Natur mit ihrer Schönheit zu betrachten.

 

Vielen Dank an die Sonne, die uns gewärmt und die Sächsische Schweiz, die uns ihre Schönheit genießen ließ.
Eure Wandertruppe

PS.: Danke an Papa Hobler und Opa Merkel für die Hilfe beim Transport.

Bilder...

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Veröffentlich in der Kategorie "Oberschule" am 14.11.2017

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