Die lange Nacht des Theaters am 08.12., 18:00 Uhr

Was? Noch nichts davon gehört? Bereits zum 3. Mal führen wir diese durch. Am Start sind die Stücke der Klassen 8, 9 und 10. Unsere Schüler zeigen, womit sie sich im Unterrichtsfach Profil beschäftigen.

Mit der Klasse 8 haben wir in diesem Schuljahr begonnen, erste Schritte beim Sprechtheater zu üben und zu vertiefen. Viele unserer Schüler bringen bereits Lust, Freude und Vorkenntnisse aus der Grundstufe und/oder den Theaterprojekten mit.

Spielerisch nähern wir uns einem Text. Die Freude am Spielen steht im Vordergrund und nach dem gemeinsamen Aussuchen des Textes geht es an das Finden von Figuren, die in diesem Text eine Rolle spielen sollten. Nicht selten kommen da eine Reihe von Personen in Frage, die vielleicht manchmal so gar nicht in den historischen Rahmen passen wollen. Ganz gleich, ob Teufel, Fischverkäufer, Rechtsanwalt, Prinzen mit Joint, navigationsunfähige Märchengestalten oder seetüchtige Senioren, in den letzten Jahren haben wir eine beträchtliche Anzahl dieser Figuren zum Leben erweckt.

In diesem Jahr haben wir uns einer Ballade von Lulu von Strauß und Torney „Schiff ahoi“ gewidmet.

Aus dem mystischen Seefahrergedicht haben unsere Achter eine schonungslose Kritik der menschlichen Abgründe gemacht. Neben dem betrübten Kutterfahrer Jan Jessen, dessen Bruder mit seinem Schiff und der ganzen Besatzung bei einem Sturm untergegangen ist, tummeln sich in der Kleinstadt am Meer ein ruinierter Reeder, dessen einzige Sorge es ist, dass sein Schiff von der Versicherung bezahlt wird, ein geiziger Pfarrer, der dem Seefahrer (n) die letzte Ruhestätte verweigert, die Familie des Toten, die doch lieber in den Urlaub möchte, statt zu trauern und noch so allerlei Menschen, die mit dem Unglück auf eigenwillige Weise umgehen.

Selbstentworfene Plakate, Kulissen und Programmhefte runden das Stück ab und sind ein interessanter Einblick in die Vielfalt des Profilunterrichts.

Gleich im Anschluss geht es weiter. Die Klassen 9 und 10 des Gymnasiums arbeiten seit einem Jahr am Stück von Max Frisch „Andorra“. Frisch, der ein Schweizer Autor ist, schrieb dieses Stück in den 1940iger Jahren. Ohne auch nur einmal die Worte Deutschland, Juden oder Nazis zu gebrauchen, vielmehr lehnte er es sogar ab, dass man das Stück nur vordergründig auf Deutschland in der Nazizeit bezieht, schafft es aber, dass der Zuschauer schnell begreift, welche Mechanismen greifen, wenn Vorurteile, Vorverurteilungen und falsche Scham von Menschen Besitz ergreifen.

Mit Fleiß, Hingabe und Ausdauer haben unsere Schüler geprobt und stellten bereits zum Vereinsfest, zum Gesamtelternabend des Gymnasiums und zum TdoT das Stück vor.

„Andorra“, welches auch in der Tradition des Epischen Theaters steht, spricht an, polarisiert, beschämt und ist heute aktueller als man denkt.

Die Schüler des Gymnasiums unterstützen so gleich zwei interessante Projekte.

Die Arbeit und Auseinandersetzung mit brisanten Stoffen auf dem Theater reiht sich ein in das Projekt Verantwortung und soll auch ein Zeichen setzen für eine Schule ohne Rassismus und Diskriminierung.

Wir hoffen, dass Sie sich diese Stücke auf keinen Fall entgehen lassen und freuen uns auf Ihren Besuch.

Bilder...

Die lange Nacht des Theaters  am 08.12., 18:00 Uhr
Die lange Nacht des Theaters  am 08.12., 18:00 Uhr
Die lange Nacht des Theaters  am 08.12., 18:00 Uhr
Die lange Nacht des Theaters  am 08.12., 18:00 Uhr
Die lange Nacht des Theaters  am 08.12., 18:00 Uhr
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Die lange Nacht des Theaters  am 08.12., 18:00 Uhr
Die lange Nacht des Theaters  am 08.12., 18:00 Uhr

Veröffentlich in der Kategorie "Gymnasium" am 29.11.2016

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