Sächsische Jugendgeschichtstage

Bereits im Schuljahr 2017/18 entschloss sich die Klasse Lärche an einem neuen Projekt teilzunehmen: „Spurensuche“ sollte es heißen und ging von der Sächsischen Jugendstiftung aus. Doch welche Spuren wollten wir eigentlich finden? Ganz gelegen kam uns dabei, dass Chemnitz 2018 sein 875. Jubiläum feierte. Dieser Zeitraum erschien uns jedoch viel zu groß und wir entschlossen uns, Spuren innerhalb der 40 Jahre zu finden, in denen sich Chemnitz Karl-Marx-Stadt nannte. Dabei interessierte sich natürlich jeder für einen anderen Bereich. Die Lärche-Schüler forschten über sportliche, wirtschaftliche, kulturelle und technische Themen innerhalb dieser Zeit. Jeder gestaltete jeweils zwei Doppelseiten, welche wir am Ende zu einem einzigartigen Buch banden.

Doch dabei sollte es nicht bleiben: Jeder Schüler beschäftigte sich weiterhin mit einem Denkmal, Gebäude oder einer Sehenswürdigkeit von Chemnitz und stellte dazu einen Linolschnitt her. Dieser wurde später teilweise sogar mehrfarbig gedruckt. Aus diesen verschiedenen Kunstwerken entstanden Kalender für das Jahr 2019 im A3-Format, bei dem man sich jeden Monat über ein anderes Chemnitzmotiv erfreuen kann.

Im September 2018 suchten wir Spuren von Chemnitz aus einem dunklen Teil der Geschichte und waren mit unserer Partnerklasse „Holunder“ bei einer Stolpersteinverlegung dabei. Wir sprachen im Kreis über dieses Erlebnis und jeder war von diesem sehr ergriffen. Wir forschten über Familie Abel, für die zwei Stolpersteine verlegt wurden, und erfuhren Näheres über den historischen Hintergrund. Einige Schüler fertigten dazu an den Workshoptagen in den Herbstferien ein Banner mit dem Familienbezug an, welches zum Friedenstag 2019 neben vielen anderen in der Stadt am Rathaus hängen wird.

Ende September 2018 hieß es dann: Spurensuche rund um den Chemnitzer Bahnhof. Wir waren Teil des KulTOURbahnhofes und zogen mit einigen Mozartkindern sowie „Jenny und Karl Marx“ auf einer Musikmeile von der Hartmannhalle bis zum Hauptbahnhof. Am Ziel angekommen trafen wir Richard Hartmann und Georgius Agricola (verkleidete Bürger aus Chemnitz) und konnten ihnen Fragen stellen. Doch auch wir wurden von verschiedenen Passanten am Hauptbahnhof befragt: Jeder Lärche-Schüler hatte ein Schild umhängen, auf dem das Thema stand, worüber er sich näher informiert hatte, z. B. Zugunglücke, und nun dazu Auskunft gab.

Bewappnet mit all unseren Ergebnissen dieses Projektes starteten wir am 22. und 23. November 2018 nach Dresden in den Sächsischen Landtag, um diese vor einer Jury zu präsentieren. Wir kamen mit zahlreichen anderen Projektteilnehmern in Kontakt und ins Gespräch. An jedem Stand lernten wir etwas Neues und fanden heraus, mit welchen Spuren sich andere Schulen und Vereine beschäftigten.

Insgesamt war es ein sehr gelungenes Projekt. Vielen Dank für die große Unterstützung der Sächsischen Jugendstiftung und die interessanten zwei Tage im Sächsischen Landtag.

Bilder...

Sächsische Jugendgeschichtstage
Sächsische Jugendgeschichtstage

Veröffentlich in der Kategorie "Oberschule" am 22.02.2019

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